27. Juli 2010

LEBEN WIE GOTT IN GALILÄA (Der Mythos Jesus Teil 2)


[Teil 1: "Der unsichtbare Mann"]

Sie sagen, er sei der Sohn Gottes. Andere halten Jesus Christus für einen weisen Rabbi, um dessen Leben sich später Legenden gebildet haben.
Doch wie war das damals wirklich? War Jesus Gott oder Mensch?

Spielen wir doch mal beide Varianten einzeln durch und überprüfen, wie plausibel diese beiden Theorien sind.





SAY WHAT?

Jesus soll gekommen sein, um eine göttliche Botschaft zu verbreiten, so die Legende. Doch er verhielt sich dabei nicht so geschickt, wie man es von einem allwissenden Gott erwarten könnte. Denn er hätte nur irgend etwas sagen müssen, was damals kein Mensch wissen konnte. Damit hätte er - zumindest für spätere Generationen - einen überzeugenden Beweis seiner Göttlichkeit hinterlassen.

Doch seine angeblichen Äußerungen enthalten nichts, was ein normaler Mensch vor 2000 Jahren nicht hätte erzählen können. Gott beharrt beispielsweise auch in seiner neuen Offenbarung auf seinem Standpunkt, die Erde sei eine Scheibe (z.B. Lukas 4:5, Offenbarung 7:1, Hebräer 1:10).

Die Erde ist nicht flach und nicht das Zentrum des Universums, sie ist mehrere Milliarden Jahre alt und dreht sich um die Sonne, die einer von Billiarden Sternen ist. Wenn Jesus etwas derartiges gesagt hätte - Was hätten diese verdammten spöttischen Heiden für Augen gemacht, wenn eine Aussage der Bibel später wissenschaftlich hätte nachgewiesen werden können!

Aber nö, er verbreitet lieber, dass Leute, die krank, blind oder behindert sind, von "Dämonen" und "Teufeln" besessen sind und dass man gesund wird, wenn man nur kräftig genug betet. Damit brachte er die damalige Medizin um 0 Jahre voran!


Nehmen wir an, Jesus war Gott und gekommen, um die Botschaft seiner Liebe auf der Erde zu verbreiten.
Findet ihr, dass er dabei erfolgreich war? Hätte er sich als allmächtiger Gott nicht allen Menschen der Welt offenbaren können? Oder der wenigstens der Mehrheit der Menschen?
Heutzutage sind mindestens zwei Drittel der Welt nicht christlich. Und während das Christentum in unseren Breiten zumindest in der Vergangenheit allgegenwärtig war, gibt es viele Regionen der Erde, in denen das niemals so war.
Nehmen wir an, Gott hat sich geändert und ist jetzt ein liebender Gott und nicht, wie zuvor im alten Testament, ein Rassist, der eine bestimmte Volksgruppe für heilig und den anderen überlegen erklärt. Warum erscheint er dann nur in einem winzigen Teil der Welt, in dem er eh schon immer wirkte? Er will doch jetzt statt nur "Gott der Israeliten" "Gott aller" werden.

Gott hielt es wohl für besser, nur ganz bestimmten Leuten den Weg zu zeigen und sich mit Wundern zu offenbaren, für die es keine Zeugen mehr gibt. Und wir, die 99,99..% der Menschheit in der Geschichte müssen das so glauben, ohne Wunder?

Es sieht nicht so aus, als ob es das göttliche Ziel war, sich ALLEN Menschen zu offenbaren. Da gäb's bessere Methoden. Er ist ja Gott. Mit Allmacht ausgestattet sollte er einen halbwegs anständigen Job hinkriegen. Aber vielleicht will er sich ja nicht nur offenbaren, sondern den Menschen etwas Gutes tun, da er sie so liebt.



GOTT SEI DANK

"16 Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde."

(Johannes 3:16-17)

Hätte der Sohn eines liebenden Gottes das Leben der Menschheit nicht etwas deutlicher verbessern können?

Wenn unser Erschaffer uns zum Beispiel erklärt hätte, dass viele Krankheiten durch mangelnde Hygiene verursacht werden (anstatt durch "Teufel", wie Jesus meint) - Wie viele Millionen von Menschenleben hätten in den letzten 2000 Jahren gerettet werden können?

Jesus sagt jedoch genau das Gegenteil. Er hat's nicht so mit dem Hände waschen, wie wir in einer Episode aus dem Matthäus-Evangelium (Kapitel 15) erfahren.
Darin kommen die Pharisäer zu Jesus und beschweren sich, dass er und seine Jünger sich nicht die Hände vor dem Essen waschen. Jesus wird stinkwütend und nennt die Pharisäer Heuchler.
Sein Argument: Er wäscht sich vielleicht nicht die Hände, die Pharisäer steinigen aber keine Menschen, die ihre Eltern beleidigt haben - was ja viel schlimmer ist...
Er kommt zu dem Schluss:

"20 Aber mit ungewaschenen Händen essen verunreinigt den Menschen nicht." (Matthäus 15:20)


Doch, Jesus, du Genie!



WARUM SCHICKST DU MICH IN DIE HÖLLE (HÖLLE, HÖLLE)?

"Gott ist Liebe"

(1. Johannes 4:8)



Gott ist Liebe und tötet daher sein Kind für uns. Damit wir einige von uns nicht in die Hölle müssen. Die hat er aber erst gleichzeitig mit Jesus erfunden und präsentiert. Jesus verbreitet das neue Konzept "Hölle" und bietet gleichzeitig einen Ausweg daraus.

Im alten Testament wird nirgends eine Hölle oder etwas Ähnliches erwähnt. Satan ist dort nicht Herrscher einer ewigen Welt voller Qualen, sondern hält sich (- wie wir im Buch Hiob erfahren - ) wahlweise auf der Erde oder im Himmel auf, inmitten der Kinder Gottes und des alten HERRN.
Erst mit Christus kommt die Idee einer ewigen Bestrafung nach dem Tode und Satan zieht als Hausherr in die Hölle.

Im alten Testament wird wieder und wieder über Sünder berichtet, die Gott für ihre Sünden unmittelbar bestraft (und meistens tötet).
Da Menschen aber auch damals wohl nicht ganz doof waren, haben sie dann irgendwann bemerkt, dass das nicht stimmt. Die Religion brauchte etwas Neues, Größeres, um den Leuten Angst zu machen.

Gott killt dich nicht sofort, wenn du sündigst: Das weiß jeder aus eigener Erfahrung.
Aber wenn die Strafe erst nach dem Tod kommt, wo sie blöderweise kein anderer sehen kann...


Man muss nicht einmal ein Mörder oder Kinderschänder sein. Laut Jesus kommt man in die Hölle, wenn man seinen Bruder einen "Narren" nennt (Matthäus 5:22) oder den heiligen Geist beleidigt. In letzterem Falle ist eine Vergebung dieser Sünde übrigens von vorne herein ausgeschlossen (Markus 3:29, Matthäus 12:32). Kann das Liebe sein?!..






KEIN WUNDER

Doch nehmen wir jetzt mal an, Jesus Christus wäre ein normaler Mann gewesen, kein Gott oder Ähnliches. Ein weiser Rabbi, der umherzog, Predigten hielt, taufte, Parabeln erzählte, und um den sich später Legenden entwickelten. Die meisten nicht-gläubigen Menschen können sich wohl mit dieser Sicht anfreunden. Aber wenn man alle Wunder aus Jesus biblischer Biografie nimmt, hat man dann schon den historischen Jesus gefunden?

So leicht ist es leider nicht. Zum einen fallen ziemlich viele wichtige Ereignisse weg, die das Bild der Figur Jesus Christus maßgeblich prägen.

Zum Beispiel:

- Die Ankündigung seiner Geburt durch einen Engel
- Die Geburt durch die Jungfrau Maria
- Der Stern über Bethlehem
- Die Niederkunft des "heiligen Geistes" in Form einer Taube bei Jesu Taufe
- Satan versucht Jesus in der Wüste
- Engel "dienen" Jesus in der Wüste
- Apostel, die mir-nichts-dir-nichts alles stehen und liegen lassen, um Jesus zu folgen, den sie gerade eben kennengelernt haben
- Jesus spuckt einem Blinden auf die Augen, worauf dieser wieder sehen kann
- Das Austreiben von "Teufeln"
- Die Speisung der 5000
- Die Speisung der 4000
- Jesus verflucht einen Feigenbaum, weil dieser keine Früchte trägt (ernsthaft - mehr dazu hier)
- Die Transfiguration (Jesus nimmt zwei Apostel mit auf einen Berg, fängt an wie verrückt zu leuchten und zu schweben, Moses und Elijah erscheinen und noch mehr Schwachsinn dieser Art)
- Jesus zaubert zwei Teufel auf dessen Wunsch in eine Herde Schweine, die daraufhin von einer Klippe stürzen und alle sterben.
- Die Wiederauferweckung von Toten
- Jesus lässt einen Sturm verschwinden
- Dutzende Wunderheilungen
- Jesus läuft über Wasser
- Der Apostel Petrus wird von Jesus beauftragt, einen Fisch zu fangen, in dessen Mund sich eine Münze für ihre Tempel-Steuer befinden soll. Prompt passiert genau das.
- Die Verwandlung von Wasser in Wein
- Jesus Voraussage, dass Judas ihn verrät und Petrus ihn verleumdet
und
- Die Wiederauferstehung






TAUFTOUR

Was bleibt? Einige wenige Handlungen, Orte und Namen, die etwas über den historischen Christus sagen.
Seine Mutter soll Maria geheißen haben, er soll in Nazareth gewohnt haben, als Zimmermann gearbeitet haben und von Johannes dem Täufer getauft worden sein. Aber sind das verlässliche biografische Daten?

Fangen wir mal bei Johannes dem Täufer an. Über den gibt es historische Aufzeichnungen, zum Beispiel beim jüdischen Geschichtsschreiber Josephus, der über Johannes als jüdischen Rebellen berichtet, Jesus aber in diesem Bericht mit keiner Silbe erwähnt.
Dabei soll doch laut den Evangelien Johannes die Göttlichkeit Christi anerkannt haben und ihn angebetet haben. Falls das wahr wäre, hätte das bedeutet, Johannes Anhänger wären wahrscheinlich spontan Christen geworden, wenn doch ihr Sektenführer einen Mann als Gottes Sohn anerkennt.

"29 Des andern Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt! [...]
34 Und ich sah es und zeugte, daß dieser ist Gottes Sohn."

(Johannes 1:29;34)


Es existieren aber keine Berichte oder sonstige Beweise für Anhänger eines Jesus Christus aus der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts - während Anhänger von Johannes Taufbewegung belegt sind.



JESUSMARIA!

Was wissen wir über die Familie von Jesus?
Im frühesten Evangelium von Markus erfahren wir so gut wie gar nichts über Josef und Maria. Nichts über eine jungfräuliche Geburt oder die Prophezeiung durch einen Engel.
Die Geschichte beginnt mit Johannes dem Täufer. Die Familie von Jesus taucht zum ersten Mal im dritten Kapitel auf, wo Jesus seine hier noch namenlosen Brüder und seine Mutter verleugnet und in guter Sektenführer-Manier seine Anhänger als wahre Familie bezeichnet.

"31 Und es kam seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen.  
32 Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder draußen fragen nach dir.  
33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? 
34 Und er sah rings um sich auf die Jünger, die im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine Brüder! 
35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter." 

(Markus 3:31-35)


Im gesamten Markus-Evangelium wird Marias Name nur ein einziges Mal genannt, als Jesus "Sohn der Maria" genannt wird. Viel mehr erfahren wir über Maria hier auch nicht.

Erst in den späteren Evangelien von Lukas und Matthäus wird Maria zur Jungfrau. Im Lukas-Evangelium trifft sie auch noch einen Engel in einem Traum - bei Matthäus erscheint der Engel allerdings ihrem Mann Josef.

Im Johannes-Evangelium ist Jesus mit seiner Mutter bei einer Hochzeitsgesellschaft. Sie bittet ihn um einen Gefallen, woraufhin Jesus seine Mutter fragt, was er eigentlich mit ihr zu schaffen habe.

"1 Und am dritten Tag ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa; und die Mutter Jesu war da.  
2 Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. 
3 Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. 
4 Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen."

(Johannes 2:1-4)


Sonst erfahren wir nichts über die heilige Maria. Jesus scheint sie nicht besonders gemocht zu haben. Er verleugnet und beleidigt seine Mama und empfiehlt seinen Anhängern das selbe.

"26 So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein."

(Lukas 14:26)




HEILIGE MARIA

Später erlangt Maria dann mehr Prominenz. In Schriften des 2. Jahrhunderts werden mehrere Biografien für sie erfunden. Noch später entsteht die Geschichte von der Himmelfahrt Marias, von der in der Bibel nichts gesagt wird. Obwohl die katholische Kirche diese Texte nicht in den Kanon aufnahm, erklärte sie Mariä Himmelfahrt zum Dogma. Zweifelt man ein Dogma an, kann man aus der Kirche geschmissen werden (wie furchtbar!). Selbst wenn diese Dogmen keinen Bezug zu Texten der Bibel haben. Was die Kirche sagt, ist nämlich immer die Wahrheit, auch wenn es kompletter Schwachsinn ist.

Ein anderes Dogma erklärt Maria zur ewigen Jungfrau. Jesus Brüder und Schwestern, die in den Evangelien erwähnt werden, sind nun plötzlich angeblich nur noch "Cousins". Und wer's nicht glaubt, wird auch nicht selig.

Bei den Katholiken geht die Verehrung der Maria so weit, dass viele sie nicht nur für Jesus Mutter halten, sondern sie als "Mutter Gottes" fast selbst wie eine Göttin anbeten.


Vermutet man eine historische Maria, muss man ebenfalls aus den Berichten über sie alles Übernatürliche entfernen. Im frühesten Evangelium von Markus wird jedoch nichts Ungewöhnliches über sie gesagt, nichts über ihre Jungfräulichkeit oder die Ankündigung von Jesus' Geburt durch einen Engel. Das ist eine Geschichte, die erst später geschrieben wurde.
(Oder früher, aber in anderen Religionen, doch dazu in einem späteren Teil dieser Reihe mehr.)

Es bleibt nur die Tatsache, dass sie mit Josef verheiratet gewesen sein soll und mit ihren Kindern in Nazareth gewohnt haben soll. Stimmt denn wenigstens das?



HE'S A REAL NOWHERE MAN, SITTING IN HIS NOWHERE LAND

Die Stadt Nazareth wird zum ersten Mal in den Evangelien (zw. 70-110 n. Chr.) schriftlich erwähnt.
Zuvor nicht: Nicht im alten Testament oder sonstigen Schriften bis ins Jahr 70, nicht bei Josephus, dem jüdischen Geschichtsschreiber aus dem späten 1. Jahrhundert oder seinen Historiker-Kollegen.

Dabei ist das Gebiet der damaligen Provinz Galiläa recht mickrig und beträgt etwa 10% der Fläche der heutigen Niederlanden. Der Talmud - umfangreiche Aufzeichnungen der Hebräer, die zu Beginn des 1. Jahrtausends geschrieben wurden - nennt in diesem Gebiet über 40 Städte, Josephus sogar 65. Eine davon (die Stadt "Japha") befindet sich nur 1,5 Kilometer entfernt vom heutigen Nazareth. 
Auch Paulus, dessen Briefe früher als die Evangelien geschrieben wurden, erwähnt in seinen Schriften keine Stadt Nazareth. Es ist außerdem keine einzige Landkarte aus der Lebzeit Jesu oder davor erhalten, auf der Nazareth verzeichnet ist.

Dabei wird Nazareth in der Bibel nicht als winziges Dorf beschrieben, sondern als eine Stadt mit eigener Synagoge und einem Ruf, der ihr weit vorauseilt...

"45 Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Moses im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesum, Joseph's Sohn von Nazareth.
46 Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!"


(Johannes 1:45-46)


Im vierten Jahrhundert reiste Helena, die Mutter von Konstantin, dem ersten christlichen Kaiser von Rom, ins heilige Land, um die Heimatstadt ihres Heilands Jesus Christus zu suchen. Was sie fand, war wenig spektakulär. Ein einziger Brunnen, sonst nichts. Hier soll dreihundert Jahre zuvor eine Stadt gestanden haben, groß genug, dass sie eine Synagoge hatte, in der Jesus laut Bibel gelehrt haben soll?

Da Einheimische aus der Region der Mutter des Kaisers aber versicherten, aus diesem Brunnen habe die heilige Maria Wasser geschöpft, baute Helena eine Kirche an dieser Stelle. Auch in die Nähe einer Höhle, in der die Gottesfamilie gelebt haben soll, erbaute man eine Kirche.
Dank der beiden Kirchen wurde etwas, das zuvor nur ein Brunnen und eine Höhle war, nun zur Pilgerstätte "Nazareth".
Man führte eifrig Ausgrabungen durch, um noch mehr heilige Relikte zu ergattern. Das einzige, was man fand, waren ein paar Gräber. In der hebräischen Kultur der Zeit begrub man allerdings seine Toten weit weg von den Siedlungen, da Tote als unrein galten. Dass macht es noch unwahrscheinlicher, dass sich dort das "Nazareth" der Evangelien befunden hat. Höchstwahrscheinlich wurden dort Menschen aus Städten der Umgebung begraben, zum Beispiel aus dem nahen Japha.
Als sich das Christentum ausbreitete, besuchten mehr und mehr Gläubige die Pilgerstätte und langsam wuchs eine Stadt heran. Heute hat Nazareth etwa 65.000 Einwohner.

Aber dass im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung eine Stadt namens Nazareth existiert hat, ist extrem unwahrscheinlich. Da keine schriftlichen Aufzeichnungen oder archäologischen Beweise dafür sprechen, kann man davon ausgehen, dass das Nazareth der Bibel ebenso real ist wie Entenhausen, Taka-Tuka-Land  oder Gotham City.


Auch andere geografischen Angaben zu Jesus' Leben sind zweifelhaft. Im Lukas-Evangelium wird berichtet, dass Jesus in Bethlehem geboren worden sein soll, weil eine Volkszählung unter Quirinius durchgeführt wurde. Tatsächlich gab es einen Zensus unter einem Quirinius im Jahr 6 n. Chr.
Dabei musste aber keineswegs jeder in seinen Heimatort zurückkehren, wie in der Bibel berichtet wird. Die Römer ließen die Leute dort zählen, wo so gerade wohnten und verhinderten damit auch clevererweise einen Zusammenbruch der Infrastruktur und den Ausbruch von Anarchie.
Man kann den Römern viel vorwerfen, aber mangelndes Organisationstalent gehört eher nicht dazu.

Laut Matthäus-Evangelium erfährt König Herodes (73 bis 4 vor Christus), dass ein Auserwählter geboren wird. Da er fürchtet, das heilige Kind könnte eine Gefahr für ihn werden, entschließt er sich, alle Kinder in Bethlehem unter zwei Jahren töten zu lassen. Darum fliehen Maria und Josef mit Jesus nach Ägypten.
In Wirklichkeit dürfte ein solcher brutaler  Massenmord wohl kaum stattgefunden haben, ohne dass Überlieferungen davon existieren. Doch dem ist nicht so.

Wäre das Ereignis real, hätte es wohl mehr Spuren in der Geschichte hinterlassen als, nun ja, gar keine. Herodes war dem Namen nach König, aber er regierte unter dem Kommando des römischen Reiches. Unwahrscheinlich, dass Rom einfach so tatenlos dabei zusieht, wie die nächste Generation von Steuerzahlern und Soldaten allein zu Herodes' Vorteil abgeschlachtet wird, wie es bei Matthäus geschildert wird.
Das Event wird nicht einmal in irgend einem der restlichen Evangelien auch nur am Rande angesprochen. Auch der Historiker Josephus, der eine umfangreiche und sehr kritische Biografie über Herodes schrieb, erwähnt nichts derartiges.



HEY, JOE

Auch über Jesus' angeblichen Adoptivvater Josef sind keine historisch belegten Angaben überliefert. Das neue Testament gibt seinen Beruf, den Jesus später auch übernimmt, mit dem griechischen Wort "Tekton" an.
Dieses Wort wurde früher fälschlicherweise mit "Zimmermann" übersetzt. Das trifft die Sache aber nicht genau. Ein Tekton war wohl eher ein einfacher Hilfsarbeiter, der mal dies und mal das gemacht hat. Auch mit Holz haben Tektons gearbeitet, aber nicht nur oder hauptsächlich. Es war ein Beruf, der in der sozialen Hierarchie damals ganz unten stand.

Laut den Stammbäumen bei Matthäus und Lukas stammt Josef vom biblischen König David ab (den es höchstwahrscheinlich auch nicht gab). Obwohl König David zu den verehrtesten Figuren im alten Testament gehört, und dort auch ein Erlöser angekündigt wird, welcher ein Ahne von David sein soll, gibt es in den umfangreichen hebräischen Aufzeichnungen nicht einen einzigen Stammbaum, der Josef beinhaltet - weder als Nachfahre Davids, noch als (Adoptiv)Vater von Jesus Christus.

Auch die zwölf Apostel und die zwölf Jünger sind geschichtlich nicht nachweisbar. Nach den Überlieferungen aus den Evangelien hatte Jesus zwölf Gefolgsleute. Nach Jesus' Tod sollen elf davon zu Aposteln berufen worden sein - Judas war nicht mehr von der Partie.
Weil 12 besser als 11 klingt, holte man sich noch einen neuen Mann an Bord. Die Aufgabe der Apostel sollte sein, die Nachricht von Jesu' Taten und seine Lehren zu verbreiten.
Und wie haben die das gemacht?

Gar nicht. Die traditionelle Bibelforschung ging davon aus, dass zwei der Apostel auch Evangelien geschrieben haben, nämlich Matthäus und Johannes. Da aber heutzutage selbst die allermeisten der christlichen Bibelforscher davon ausgehen, dass diese Evangelien nicht von Aposteln stammen können und das Petrus nicht die Petrus-Briefe geschrieben hat, kann man annehmen, dass die Beweise stark darauf hindeuten.

Von keinem der zwölf angeblichen Männer ist irgendwas aus ihrer Lebenszeit erhalten, weder Schriften von ihnen, noch Berichte über sie, nicht einmal eine klitzekleine Randnotiz.
Gab es überhaupt keinen historischen Jesus, ist es nicht überraschend, dass er es auch keine zwölf Jünger und Apostel gab. Sollte es aber einen historischen Jesus gegeben haben, der eine Bewegung erschuf, die die halbe Welt erobern sollte, brauchte er dafür höchstwahrscheinlich ein paar mehr als nur zwölf Jünger.



GOD OR NOT

Falls ein historischer Jesus Christus existiert haben sollte, wissen wir rein gar nichts über dessen Leben.
Nimmt man alles Übernatürliche, alle Wunder aus den Berichten der Evangelien, bleibt wenig. Und selbst dieses Wenige ist historisch zweifelhaft.

Die wichtigsten Informationen, um einen Menschen dieser Zeit eindeutig zu identifizieren, sind seine Ahnen und sein Geburtsort. Über Jesus' Vorfahren wissen wir nichts. In der Bibel werden zwei unterschiedliche Ahnentafeln überliefert. Da diese für den jüdischen Glauben extrem wichtige Figuren wie Adam, Abraham, Isaak und König David enthalten, stimmen höchstwahrscheinlich beide nicht. Doch selbst wenn einer der beiden Stammbäume der Wahrheit entsprechen würde, wüssten wir noch immer nicht, welcher. Wir können also nichts Gewisses über die Vorfahren Jesu sagen.
Und nicht einmal das Geburtsjahr von Jesus Christus ist überliefert. Die beiden Evangelien, die dazu Angaben machen, nennen zwei verschiedene historische Fixpunkte, die allerdings um mindestens ein Jahrzehnt auseinander liegen: Die Amtszeit von Herodes, der 4 vor Christus gestorben ist, und die Volkszählung unter Quirinius im Jahr 6 nach Christus.

Es kommt noch dicker: Wir haben nicht nur keine (begründete) Ahnung, wann Jesus gelebt haben könnte, wir wissen auch nicht wo. Ja, wo kam der eigentlich her, dieser Jesus aus Nazareth?
Nichts spricht dafür, dass es im ersten Jahrhundert wirklich so eine Stadt gegeben hat. Dagegen spricht, dass es einfach nicht so arg wahrscheinlich ist, dass eine nicht ganz kleine Stadt (immerhin soll sie eine Synagoge gehabt haben) in einem ziemlich kleinen Gebiet einfach verloren geht. Während ihres ganzen Bestehens soll niemand sie auch nur einmal irgendwo kurz erwähnt haben? Und dann sollen sich auch noch alle Überreste der Stadt innerhalb von ein paar Jahrzehnten spontan in Luft aufgelöst haben?

Wenn es einen historischen Jesus gegeben hätte, wüssten wir gar nichts über dessen Leben. Aber vielleicht haben sich die biblischen Legenden gar nicht um die Taten eines historischen Jesus gebildet, sondern um dessen Lehren. Um diesen Aspekt geht es im nächsten Teil unserer "Der Mythos Jesus"-Serie.

Eine dieser Lehren haben wir bereits erwähnt:

"26 So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein."

(Lukas 14:26)




Bis zum nächsten Mal könnt ihr ja schon mal ein wenig üben, eure Familie und euer Leben aus tiefster Seele zu hassen. Gott will es so.


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SERIE: "DER MYTHOS JESUS"

>>[Teil 2: Leben wie Gott in Galiläa]

11. Juli 2010

DER UNSICHTBARE MANN (Der Mythos Jesus Teil 1)


Viele Menschen glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes. Und selbst die meisten der Ungläubigen sind sich sicher, dass hinter den Bibelgeschichten ein echter Mann steckt, ein historischer Jesus von Nazareth.
Aber gab es wirklich jemals einen solchen Menschen?






DER GOTTESSOHN

Vor etwa zwei Jahrtausenden lebte ein Mann, über den sowohl Legenden als auch historische Tatsachen gut überliefert sind. Mythen erzählen, er sei von einer Jungfrau geboren worden. Nicht nur das: Er soll sogar Sohn eines Gottes gewesen sein.

Die Rede ist natürlich von Octavian, der später als römischer Kaiser den Namen Augustus annahm. Sein Adoptivvater Julius Cäsar wurde vom römischen Senat ganz offiziell zum "Gott" ernannt, wie auch Augustus nach seinem Tod im Jahre 14.
Erst mehr als ein halbes Jahrhundert später - um 70 nach Christus - sollte dann mit dem Markus-Evangelium der erste, uns bekannte geschriebene Lebensbericht über Christus entstehen.

Über Augustus gibt es zahlreiche erhaltene Aufzeichnungen aus dessen Lebenszeit.  Es existieren schriftliche Berichte von Zeitgenossen und Geschichtsschreibern, Schriften von ihm selbst, es gibt archäologische Funde wie Münzen, Statuen und Inschriften, die eine nicht zu leugnende Spur in der Geschichte beweisen. Dabei war er "nur" Kaiser von Rom.

Jesus soll dagegen Wunder bewirkt haben. Die waren sicher nicht unauffällig. So soll er 5000 Menschen mit wenigen Broten und Fischen gespeist haben (und es ist sogar noch was übrig geblieben). Ein Kapitel später wird im selben Evangelium noch von einer Speisung der 4000 berichtet (Matthäus 15). Das sind schon mal 9000 Augenzeugen eines Wunders.

Jesus' erstes Wunder im Johannes-Evangelium ist die Verwandlung von Wasser in Wein bei einer Hochzeitsgesellschaft. Gleich drei mal erweckt er vor Zeugen Tote wieder zum Leben. 
Laut den Evangelien soll er weit rumgekommen sein, in vielen Städten an öffentlichen Orten Wunderheilungen vollbracht haben und vor großen Menschenmassen Predigten gehalten haben.
Zudem sahen ihn doch angeblich gleich mehrere Leute - Nachdem er bereits gestorben war.
Er muss also aufgefallen sein.



Da sollte man annehmen, es gäbe Tonnen von schriftlichen Überlieferungen aus dieser Zeit, die von Jesus wundersamen Taten berichten und seine Lehren verbreiten. Oder wenigstens seinen Namen erwähnen. Doch die Realität sieht anders aus...



WO STEHT DAS?

Beginnen wir doch unsere Suche nach dem wahren Christus damit, jedes einzelne Wort, das Jesus aufgeschrieben hat, ganz genau unter die Lupe zu nehmen.
Okay, fertig. Eine Aufgabe, die wie geschaffen ist für einen faulen Menschen wie mich. Es ist nämlich kein einziges schriftliches Wort von Jesus persönlich überliefert. Keine Silbe.

Doch nicht nur das. Es gibt aus der gesamten Zeit, in der Jesus gelebt haben soll, keine einzige schriftliche Erwähnung seiner Taten und noch nicht einmal seines Namens. Nirgendwo.
Schon komisch.

Die vier Evangelien der Bibel sind nach heutigem Wissen in einem Zeitraum von vier Jahrzehnten entstanden. Das erste erschien frühestens um etwa 70 nach Christus.
In den vierzig Jahren nach Jesu Tod hielt es angeblich keiner von den Aposteln oder sonstwer für nötig, die spannenden Geschichten vom Sohn Gottes oder seine revolutionären Ansichten niederzuschreiben.

Doch mit einem Mal boomten Jesus-Storys. Damals gab es dann gleich mindestens sechzig Evangelien.
Erst im vierten Jahrhunderten wurden alle Bücher, die in der heutigen Bibel sind, zum ersten mal in einer Zusammenstellung zusammengetragen. Man entschied sich für die Evangelien von Markus, Lukas, Johannes und Matthäus. Diese Namen wurden jedoch erst nachträglich zugeordnet, im Original wird kein Autor genannt.



DAS LEBEN DER ANDEREN CHRISTI

Die Evangelien, die es nicht in die Bibel geschafft hatten, waren jedoch den frühen Christen durchaus auch bekannt. Wie zum Beispiel das Evangelium von Judas, von Maria oder von Thomas, welches ausschließlich Zitate von Jesus enthält.
Hier kann man das Thomasevangelium online lesen. Ein kleiner Vorgeschmack:

"14 Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr fastet, werdet ihr euch eine Sünde zuschreiben; und wenn ihr betet, werdet ihr verdammt werden; und wenn ihr Almosen gebt, werdet ihr Böses an eurem Geist tun."

"71 Jesus sprach: Ich werde dieses Haus zerstören, und niemand wird in der Lage sein, es wieder aufzubauen."

"98 Jesus sprach: Das Königreich des Vaters ist gleich einem Mann, der wollte einen Edlen töten. Er zog in seinem Haus das Schwert und durchstach die Mauer, um herauszufinden, ob seine Hand stark genug wäre. Dann tötete er den Edlen."

"114 Simon Petrus sprach zu ihnen: Maria soll aus unserer Mitte fortgehen, denn die Frauen sind des Lebens nicht würdig. Jesus sprach: Seht, ich werde sie ziehen, um sie männlich zu machen, damit auch sie ein lebendiger Geist wird, vergleichbar mit euch Männern. Denn jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen."

"7 Jesus sprach: Selig ist der Löwe, den der Mensch isst, und der Löwe wird Mensch werden; und verflucht sei der Mensch, den der Löwe frisst, und der Löwe wird Mensch werden."


Habt ihr das mit dem Löwen verstanden? Ich nicht.
Interessant ist auch, dass Jesus das Beten verbietet...



I AIN'T AFRAID OF NO GHOST

Mit einer bestimmten Auswahl von Jesus-Biografien bestimmte die Kirche damals, was göttlich offenbarte Wahrheit war und was nicht. Sie begründeten ihre Autorität damit, dass der "heilige Geist", der die Bibelautoren inspirierte, auch bei der Auswahl der Texte im Spiel gewesen sei.

Wie glaubhaft man das finden kann, dass eine Institution, die behauptet, eine göttliche Offenbarung zu kennen, dies mit den Handlungen eines Geistes begründet, den außer ihnen sonst keiner sehen kann - das sei mal so dahin gestellt.



UND SONST SO?

Im neuen Testament sind neben den Evangelien allerdings noch frühere Schriften über Jesus überliefert. Die Briefe von Paulus zeichnen aber ein ganz anderes Bild von Jesus. Er wird eher spirituell betrachtet, über spektakuläre Wunder verliert Paulus kein Wort.
Keine einzige wörtliche Überlieferung von Jesus finden wir in Paulus' Schriften. Auch nichts über das Leben Christi: Nichts über die heilige Jungfrau, den Stern über Bethlehem, Nazareth, Josef, Maria, Judas, Pontius Pilatus, Johannes den Täufer, Wunderheilungen, Totenerweckungen, Brotvermehrungen, dem Spaziergang übers Wasser, der Verwandlung von Wasser in Wein und so weiter und so fort...
Dabei erzählt die Bibel, dass Paulus einen der Apostel persönlich gekannt haben soll, nämlich Petrus, den vermeintlichen Gründer der Kirche und ersten Papst (danach Wächter der Himmelspforte). Der soll ihm nichts erzählt haben von all den Wundern und Zeichen unseres Mensch gewordenen Gottes? Das sind doch Ereignisse, die man eigentlich eher nicht vergessen würde...



WHO'S YOUR DADDY?

In zwei der Evangelien werden uns Stammbäume von Jesus gegeben. Die widersprechen sich jedoch unübersehbar: Sie nennen nicht nur verschiedene angebliche Vorfahren, sondern auch eine verschiedene Anzahl von Generationen. So nennt Lukas 40, Matthäus aber nur 25 Generationen zwischen Jesus und König David. Beide Stammbäume führen auf Jesus Vater Josef.
Glaubt man allerdings den Evangelien von Lukas und Matthäus, war Josef aber gar nicht der richtige Vater von Jesus, sondern Gott.

Im frühesten Evangelium von Markus ist von einer jungfräulichen Geburt allerdings nirgendwo die Rede. Auch nicht im ältesten, wohl um 100-110 nach Christus entstandenen Johannes-Evangelium. Zwei der vier offiziell anerkannten Biografen Christi fanden dieses Detail wohl nicht erwähnenswert.
So schaffte es beispielsweise eine bizarre Episode in das Markus-Evangelium, in der Jesus einen Feigenbaum verflucht, weil der (außerhalb der Saison) keine Früchte trägt. Aber nicht die Jungfrau-Sache...
Sollen wir wirklich glauben, dass der Markus-Autor wusste, dass Jesus' Mutter bei der Geburt eine Jungfrau war, dies aber nicht für erwähnenswert für seine Biografie hielt? Dass er sich dachte: "Die Feigenbaum-Verfluchung, das ist der Stoff, aus dem Göttergeschichten sind!
Sohn einer Jungfrau, wen interessiert denn so was?.."



WAS NICHT PASST...

Weil die frühen Christen keine Berichte über ihren geliebten Jesus in geschichtlichen Aufzeichnungen finden konnten, fälschten sie einfach welche. Wie bei Josephus Flavius, dem jüdisch-römischen Geschichtsschreiber. Diese Fälschung ist allerdings aufgeflogen, weil sie recht plump ist und blöderweise erst im 4. Jahrhundert zum ersten Mal auftauchte -  obwohl der Text aus dem zweiten Jahrhundert stammt.
Historiker streiten heute darüber, was Josephus im Original aus dem Jahr 93 nach Christus wirklich geschrieben hat. Einig sind sie sich jedoch, dass der heute bekannte Text von Christen nach seiner Veröffentlichung manipuliert wurde.

Die nächsten vermeintlichen Erwähnungen in der Geschichtsschreibung stammen aus dem 2. Jahrhundert nach Christus.
Der römische Historiker Sueton schrieb 120 nach Christus über ein römisches Dekret aus dem Jahr 49: „Die Juden, welche von einem gewissen Chrestos aufgehetzt, fortwährend Unruhe stifteten, vertrieb er aus Rom.“
"Chrestos" war damals ein üblicher Name für Sklaven und befreite Sklaven und bedeutet "der Gute". Selbst wenn Jesus Christus gemeint wäre, belegt dies allerhöchsten, dass es zu Anfang des zweiten Jahrhunderts Menschen gab, die an einen Christus glaubten. Das bestreitet allerdings auch niemand.
Darin einen außerbiblischen Beleg für die historische  Existenz Jesu Christi zu sehen ist gewagt. Oder verzweifelt.

Es gibt eine kurze Stelle über Jesus beim Historiker Tacitus, die aus dem Jahr 117 stammt. Die ist allerdings ebenfalls nicht gerade unumstritten. Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass im Originaldokument etwas von "chrestianos" stand (Anhänger eines "Chrestos") und nachträglich in "christianos" (Anhänger eines "Christus") korrigiert wurde. Dass frühe Christen solche Fälschungen für nötig hielten, spricht wohl nicht unbedingt dafür, dass Jesus historisch belegt ist.

Und selbst wenn Tacitus und Sueton mit "Chrestos" tatsächlich den biblischen "Jesus Christus" meinen, selbst wenn die gefälschte Stelle bei Josephus im Original der manipulierten Textstelle Christus erwähnt, ändert das nichts an der Tatsache, dass es bis ins Jahr 92 nach Christus keine einzige Passage in irgendwelchen historischen Aufzeichnungen gibt - egal ob echt oder gefälscht -, die einen Jesus Christus erwähnen.

 

KEINER WILL'S GESEHEN HABEN...

"52 Und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, die Gräber taten sich auf, und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen,
53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen."

(Matthäus 27:52-53)


Dies berichtet das Matthäus-Evangelium über den Todestag von Jesus Christus. Heilige Zombies in Jerusalem?..
Das klingt eigentlich nicht wie etwas, das jahrzehntelang niemand aufschreibt, der sowas mal erlebt hat oder von glaubhaften Zeugen gehört hat.
Auch gibt es keine Aufzeichnungen davon, dass nach dem Tod Jesu laut Bibel angeblich weltweit für drei Stunden die Sonne nicht geschienen haben soll, was schon ungewöhnlich wäre, da Sonnenfinsternisse eigentlich höchstens ein paar Minuten andauern.



NO NAME

Also gab es einen historischen Jesus? Nein, es gab sogar viele Jesusse (Jesus's?)...

Von mehr als einem halben Dutzend Jesusen - oder wie auch immer der Plural lautet - gibt es schriftliche Aufzeichnungen. Diverse Anführer von jüdischen Rebellengruppen trugen zu dieser Zeit den damals nicht ungewöhnlichen Namen Jesus. Nur unser Lieblings-Jesus aus Nazareth, bekannt aus Funk und Fernsehen, der ist leider nicht dabei.

"Christus" ist kein Name, sondern ein religiöser und politischer Titel, der übersetzt "der Gesalbte" bedeutet. Das hebräische Wort für "Christus" ist übrigens "Messias".
Damals wurden Könige nicht gekrönt, sondern mit Öl gesalbt. Man stelle sich mal Prinz Charles bei einer weltweit übertragenen Salbung vor - Lieber nicht... Zum Glück hat man das abgeschafft.



STERN ÜBER BETHLEHEM

Die bekannte Weihnachts-Geschichte von Jesu Geburt in Bethlehem taucht im frühsten Evangelium von Markus gar nicht auf.
Die ersten überlieferten Berichte über Stall, Krippe und die heiligen drei Könige (in der Bibel allerdings weder als Könige noch als drei bezeichnet, sondern als "Weise aus dem Morgenland") stammen also aus den späteren Evangelien von Lukas und Matthäus. Deren Entstehungszeit war frühestens zwischen 70 und 100 nach Christus.

Die Jesus-Geburtsgeschichte spielt laut Matthäus und Lukas in der Amtszeit von König Herodes, der etwa um 4 vor unser Zeitrechnung gestorben ist.
Mindestens 74 Jahre vergingen also, bis die Story zum ersten Mal aufgeschrieben wurde. Das kann wohl kaum ein Augenzeugenbericht sein, in einer Zeit, als die durchschnittliche Lebenserwartung bei etwa 30 Jahren lag.




THE MAN WHO WASN'T THERE

Jesus ist ein Phantom - ein Mann, über den nichts aus seiner Lebzeit überliefert ist. Außerhalb von religiösen Texten gibt es im ganzen ersten Jahrhundert keinerlei Belege dafür, dass er überhaupt existiert hat.
Und selbst die frühesten religiösen Texte über das Leben von Jesus sind mehrere Jahrzehnte nach seinem angeblichen Tod entstanden.
Aus einer Masse von vielen solchen Texten, die sich teilweise widersprechen, wählte dann, dreihundert Jahre später, der "heilige Geist" jene aus, die die tatsächlichen Ereignisse wiedergeben sollen. Obwohl auch die vier Evangelien der Bibel sich zum Teil widersprechen.
An dieser Stelle sollte eine Portion Skepsis durchaus mal gestattet sein.

Nüchtern betrachtet muss man einsehen: Es gibt keine Beweise für einen echten Jesus Christus.
Falls nur ein Bruchteil der biblischen Geschichten über ihn wahr ist, sollte man aber zumindest ein paar Hinweise auf seine historische Existenz erwarten.

Alternative Erklärungen über die Herkunft der Geschichten aus den Evangelien gibt es jedoch viele: Dazu mehr in späteren Teilen dieser Reihe.

Vieles spricht gegen einen historischen Jesus Christus, nichts dafür. Außer man wünscht es sich ganz, ganz doll. Das nennt man dann "Glauben".




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SERIE: "DER MYTHOS JESUS"


>>[Teil 1: Der unsichtbare Mann]
[Teil 2: Leben wie Gott in Galiläa]
[Teil 3: Lehre/Versprechungen]
[Teil 4: Auf den Schultern von Riesen]
[Teil 5: Dekonstruktion]


27. Juni 2010

ZERMALME DIE GOTTLOSEN (Helden der Bibel Teil 2 - Hiob)


Das Buch Hiob enthält eine der bekanntesten, aber auch außergewöhnlichsten Geschichten der Bibel. Und wenn man das Ding mal gelesen hat, weiß man: Das will schon was heißen.


Fast das ganze restliche alte Testament dreht sich um "historische Ereignisse" des Volkes der Israeliten. Oft geht es um Gottes Lieblinge, die für ihre Gottesfurcht belohnt werden. Nicht so Hiob. Dieser macht nämlich nichts falsch und dennoch tun sich Gott und Satan zusammen, um Hiobs Leben zur Hölle zu machen. 

Der plausible Grund: Gott hält es für nötig, sich vor seinem Erzfeind Satan zu beweisen.




ONE OF UZ

"l Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Derselbe war schlecht und recht, gottesfürchtig und mied das Böse."

(Hiob 1:1)


Und dafür, dass er schlecht und recht war, belohnt Gott ihn mit Reichtum, einer großen Familie und vielen, vielen Sklaven.

"2 Und zeugte sieben Söhne und drei Töchter;  
3 und seines Viehs waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Eselinnen, und er hatte viel Gesinde; und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohnten."

(Hiob 1:2-3)


Während Hiob also sein Gott gegebenes Glück genießt, ahnt er nicht, dass ihm der Teufel und der HERR da bald einen Strich durch die Rechnung machen werden.
Die ganze Misere beginnt, als der Teufel im Himmel aufkreuzt, wo er sich offenbar problemlos und ungehindert unter die Kinder Gottes mischt. Anders als ungläubige Menschen scheint Satan im Himmel nicht unerwünscht zu sein.


"6 Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den HERRN traten, kam der Satan auch unter ihnen."

(Hiob 1:6)





DEAL WITH THE DEVIL

Satan mischt sich also unter die Kinder Gottes. Über die erfährt man in der Bibel wenig, im Gegensatz zu Gottes berühmten Sohn, dem Zimmermann. Aber das ist ja auch gleichzeitig er selbst. Gott spricht gerne über sich selbst.
Im Buch Genesis erfährt man immerhin, dass einige der Söhne Gottes Kinder mit menschlichen Frauen hatten, die aus irgendwelchen Gründen berühmte Riesen waren.

"4 Die Riesen waren auf Erden in jenen Tagen, und zwar daraufhin, daß die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen gebaren. Das sind die Helden, die von alters her berühmt gewesen sind."

(Genesis 6:4)

Riecht nach einem Spin-Off. "First Blood Part 2 - The Next Generation" oder so. Vor allem deswegen, weil wir außer ein paar Erwähnungen wie hier im Buch Hiob fast keine weiteren Informationen über Gottes Kinder in der Bibel bekommen. Auch deren Kinder, die berühmten Riesen, waren für die Bibelautoren nicht weiter erwähnenswert.

Auch in unserer Story von Hiob spielen die Kinder Gottes keine wichtige Rolle. Es kommt zur spannenden Begegnung zwischen Gott, dem Schöpfer von Allem, und Satan. Ich hab vergessen, warum genau Gott den eigentlich erschaffen hat...

Der Allwissende und Allgegenwärtige fragt Satan zunächst, wo er denn gesteckt hat.

"7 Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen."

(Hiob 1:7)



Gott hält es nun für nötig, warum auch immer, vor Satan anzugeben.

"8 Der HERR sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse."

(Hiob 1:8)


Satan erwidert, dass Hiob Gott nur mag, weil der ihm immer so tolle Sachen schenkt.

"9 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, daß Hiob umsonst Gott fürchtet? 
10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande."

(Hiob 1:9-10)



Der Satan schlägt Gott nun eine Wette vor. Wenn der Hiob alles wegnehmen würde, was er besitzt, dann würde Hiob Gott gar nicht mehr so dufte finden.


"11 Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen?"

(Hiob 1:11)



Das kann sich Gott nicht gefallen lassen. Wäre doch gelacht, wenn er dem Satan nicht beweisen würde, dass er immer Recht hat. Bei dieser Gelegenheit, Satans dummes Gesicht zu sehen, wenn er seine Wette verloren hat! Da ist es nur schlecht und recht, seinen treuesten Untergebenen brutal zu quälen und eine Menge Menschen zu ermorden.


"12 Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan aus von dem HERRN."

(Hiob 1:12)




DREAM TEAM

Schon früh im allerersten Kapitel des Buches Hiob begehen Satan und Gott nun gemeinschaftlich mehrere Massenmorde. Gottes Wege sind unergründlich.

"13 Des Tages aber, da seine Söhne und Töchter aßen und Wein tranken in ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen,
14
kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten, und die Eselinnen gingen neben ihnen auf der Weide,

15 da fielen die aus Saba herein und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte."

(Hiob 1:13-15)


Hiob ahnt noch nicht, dass sich Gott und Satan zum gemeinsamen Ziel gemacht haben, Hiobs Leben zur Hölle zu machen. Dass die Sklaven von denen aus Saba gekillt werden, kann ja mal vorkommen, in diesen rauen Zeiten.
Doch das Blutbad hat gerade erst begonnen. Gott und Satan lassen immer nur einen Sklaven überleben, der dann Hiob Bericht erstatten kann.


"16 Da er noch redete, kam ein anderer und sprach: Das Feuer Gottes fiel vom Himmel und verbrannte Schafe und Knechte und verzehrte sie; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.
17 Da der noch redete, kam einer und sprach: Die Chaldäer machte drei Rotten und überfielen die Kamele und nahmen sie und schlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte.
18 Da der noch redete, kam einer und sprach: Deine Söhne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen,
19 Und siehe, da kam ein großer Wind von der Wüste her und stieß auf die vier Ecken des Hauses und warf's auf die jungen Leute, daß sie starben; und ich bin allein entronnen, daß ich dir's ansagte."

(Hiob 1:6-19)



Wer genau die Morde begeht, bleibt leider recht nebulös. In Vers 12 gibt Gott Satan eine Vollmacht, Hiob alles anzutun, was er mag, solange er ihm nicht persönlich an den Pelz geht.
In Vers 16 allerdings sterben Schafe und Knechte durch das "Feuer Gottes."

Die armen Knechte müssen übrigens gleich drei mal sterben (Verse 15, 16 und 17). Und auch Hiobs Kinder hat Gott unwiderruflich getötet. Aber ist ja für einen guten Zweck.

Auch wenn sich Gott für die Morde nur teilweise persönlich die Hände schmutzig macht - moralisch ist er  hundertprozentig verantwortlich. Denn Satan krümmt keinem Menschen auch nur ein Haar, bevor er nicht dafür die Vollmacht von Gott erhalten hat.
Nicht, dass das besonders schwierig gewesen ist...

Wie Gott prophezeit hatte, fällt Hiob trotz alledem immer noch nicht vom Glauben ab.  Jetzt könnte Gott Satan fortschicken und die Sache auf sich beruhen lassen - oder die Zeit zurück drehen und alles ungeschehen machen. Hey, er ist schließlich Gott und kann alles.

Stattdessen diskutiert er weiter mit Satan.


"3 Der HERR sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich bewogen, daß ich ihn ohne Ursache verderbt habe."

(Hiob 2:3)


Gott gibt also zu, dass er Hiob "ohne Ursache", sprich grundlos, gequält hat.
Das könnte ihm eine Lehre sein, sich nicht von Satans Geschwätz zu Folterungen seiner treusten Untergebenen überreden zu lassen. Vielleicht hätte er das sogar schon irgendwann vorher mal bemerken können, dass man sich besser nicht vom Teufel manipulieren lässt. Aber manche lernen´s nie...

Satan gibt nämlich die Wette mit Gott noch nicht auf. Er bittet Gott, Hiob an die Haut gehen zu dürfen. Dann sagt Hiob bestimmt Gott ab. Was sagt Gott? "Fass meinen Lieblingsknecht nicht an, Satan, und was rede ich hier im Himmel eigentlich mit meinem Erzfeind?"
Nicht ganz...

"6 Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er ist in deiner Hand; doch schone seines Lebens! 
7 Da fuhr der Satan aus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Schwären von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel."

(Hiob 2:6-7)



Sogar mit den bösen Schwären schwört Hiob Gott nicht ab. Satan hat seine Wette verloren. Allerdings ist er nicht schlechter dran als vorher. Es gab keinerlei Wetteinsatz, es ging nur ums Recht. Immerhin hatte er die Gelegenheit mit Gottes Einwilligung zu morden, zu zerstören und den Lieblingsknecht seines Erzfeindes, dem HERRN, grausam zu quälen.
Nach dem zweiten Kapitel, von 42, taucht Satan im ganzen Buch Hiob kein einziges Mal mehr auf.
Wo zum Teufel steckt der bloß?





TURTLES ALL THE WAY DOWN

Der Rest des Buches - außer dem allerletzten Kapitel - hat mit dieser Geschichte, die in vorbiblischen Zeiten wohl eine weit verbreitete Legende war, nicht viel zu tun. Er besteht aus der so genannten Hiobs-Dichtung, von einem späteren Autor dazu erfunden und anders als die bekannte Hiobs-Sage in Versform geschrieben. Die Rahmenhandlung mit Satan im Himmel wird jedoch nie erwähnt. Es lamentieren darin Hiob und drei Freunde elendig lang, warum Hiob Schlechtes widerfahren ist (wobei unwichtige Details wie von die Gott getöteten Kinder in der Dichtung nie erwähnt werden).
Die Freunde beharren darauf, dass Hiob etwas getan haben muss, was Gott nicht gefällt. Denn Gott ist ja gerecht: Guten passiert Gutes, Bösen aber Böses. Hiob bleibt bei seiner Ansicht, nicht Böses verbrochen zu haben.

Erst in Kapitel 38 meldet sich schließlich Gott persönlich (aus einer Wolke) zu Wort.
Er gibt keine brauchbaren Antworten sondern gibt nur ein wenig an, wie toll er ist und alle anderen nicht.

"1 Und der HERR antwortete Hiob aus dem Wetter und sprach: 
2
Wer ist der, der den Ratschluß verdunkelt mit Worten ohne Verstand?
3
Gürte deine Lenden wie ein Mann; ich will dich fragen, lehre mich!
4
Wo warst du, da ich die Erde gründete? Sage an, bist du so klug!
5
Weißt du, wer ihr das Maß gesetzt hat oder wer über sie eine Richtschnur gezogen hat?


(Hiob 38:1-5)



Ein interessantes Detail über die Erschaffung der Erde wird uns hier gegeben. Gott hat eine Richtschnur verwendet, um die Erde zu machen. Und nur darum ist die Scheibe gerade und wir fallen nicht alle am Rand runter ohne uns ständig irgendwo festhalten zu müssen.
Hättet ihr das gewußt? Also ich nicht, aber ich bin ja auch nicht der tolle Gott, der alles erschaffen hat.

"6 Worauf stehen ihre Füße versenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt,"

(Hiob 38:6)




Worauf stehen die Füße der Erde? Weiß doch jedes Kind: Auf Schildkröten!
Gott brabbelt noch ewig lange weiter solch einen Quatsch...

"32 Kannst du den Morgenstern hervorbringen zu seiner Zeit oder den Bären am Himmel samt seinen Jungen heraufführen?"

(Hiob 38:32)


Weil sich ja die Sterne um die Erde drehen. Wenn ihr Gott wärt, wüsstet ihr das.


"35 Kannst du die Blitze auslassen, daß sie hinfahren und sprechen zu dir: Hier sind wir?"

(Hiob 38:35)


Gott kriegt sich mal wieder nicht ein und lamentiert von sprechenden Blitzen, Einhörnern und Straußen. Weiß Gott, was er uns damit sagen will. Ich weiß es jedenfalls nicht.

"9 Meinst du das Einhorn werde dir dienen und werde bleiben an deiner Krippe?"

(Hiob 39:9)

"3 Der Fittich des Straußes hebt sich fröhlich. Dem frommen Storch gleicht er an Flügeln und Federn. [...]
14
Doch läßt er seine Eier auf der Erde und läßt sie die heiße Erde ausbrüten.
15 Er vergißt, daß sie möchten zertreten werden und ein wildes Tier sie zerbreche.
16
Er wird so hart gegen seine Jungen, als wären sie nicht sein, achtet's nicht, daß er umsonst arbeitet.  

17 Denn Gott hat ihm die Weisheit genommen und hat ihm keinen Verstand zugeteilt."

(Hiob 39:3,14-17)



Weisheit genommen? Das heißt, der Strauß war mal weise und Gott fand, dass das nicht so gut war?
Jedenfalls ist Gott nun völlig außer sich und ruft zum Dschihad aus.

"12 Ja, schaue die Hochmütigen, wo sie sind und beuge sie; und zermalme die Gottlosen, wo sie sind! 
13
Verscharre sie miteinander in die Erde und versenke ihre Pracht ins Verborgene"


(Hiob 40:12-13)




HAPPY END?

Im letzten Kapitel wird der arme Hiob endlich vom unverschuldeten Übel befreit. Gott gibt ihm mehr Rinder und Esel als er je hatte.

"12 Und der HERR segnete hernach Hiob mehr denn zuvor, daß er kriegte vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen."

(Hiob 42:12)


Aber wie könnte Hiob glücklich weiterlebe in dem Wissen, dass seine Kinder tot sind?
Gott könnte die ja eigentlich wieder zum Leben erwecken. Im neuen Testament verleiht Gott zum Beispiel Petrus und Paulus die Fähigkeit, Tote wiederzuerwecken, im alten Testament den Propheten Elia und Elisa. Hätte sich das Hiob nicht nach der ganzen Nummer auch verdient?
Nein. Die Kinder und Knechte bleiben tot.
Aber keine Sorge: Er kriegt neue, die dabei auch noch besser aussehen als die alten.

13 Und er kriegte sieben Söhne und drei Töchter;
14
und hieß die erste Jemima, die andere Kezia und die dritte Keren-Happuch.

15 Und wurden nicht so schöne Weiber gefunden in allen Landen wie die Töchter Hiobs."

(Hiob 42:13-15)


Ende gut...





THE DEVIL MAY CARE

Wie können wir diese seltsame Geschichte verstehen? Als geschichtliche Ereignisse? Vielleicht...
Oder doch eher als moralische Lektion? Anscheinend ist Hiob ja eine Art Vorbild. Aber warum nur?..

Hiob schwört dem HERRN niemals ab - einem Gott, der seine Kinder ermordet hat. Nur um Satan, der bösesten Kreatur im Universum, etwas zu beweisen.
Gott hat die Wahl: Entweder verbietet er Satan, seinem Lieblingsknecht Hiob irgendwas anzutun und befiehlt ihm, sich zum Teufel zu scheren. Oder aber nicht.
Der liebe Gott entscheidet, dass die Leben von ein paar Menschen weniger wichtig sind als Satan zu zeigen, dass der HERR immer Recht hat. Immer. Auch wenn er uns erzählt, dass er bei der Erschaffung der Welt ein Lot benutzt hat, ein antiker Vorläufer einer Wasserwaage. Oder dass es Einhörner gibt.
Aber schließlich kann ich ja nicht beweisen, dass es keine gibt und war ja nicht dabei, als Gott vor ewigen Zeiten (4000 Jahre) die Ecksteine der Erde verlegt hat.

Diesen Gott sollen wir anbeten? Und wenn Satan gerade mal wieder im Himmel ist und er an deiner Gottesfurcht zweifelt, dann hast du den Kerl an der Backe?
Und dein Gott hilft dir nicht, sondern hilft lieber dem Teufel. Aber nur für ´ne Weile und wenn deine Kinder tot sind, kannst du ja wieder neue machen. Das ist Moral auf Bibel-Art.
Wenn du dich über dein unverschuldetes Unglück beklagst, hält dir Gott auch noch einen elendig langen, bitterbösen Vortrag, wie toll er doch sei. Na, schönen Dank auch...

Der HERR dominiert gerne seine Untergebenen. Es gibt wohl nur einen, der im Buch Hiob Spaß hat. Das ist Satan. Der ist meines Wissens kein glühender Verehrer des alten HERRN - und wird dennoch sehr viel besser von ihm behandelt als treue Gläubige. Ist das die moralische Botschaft?..

Wie auch immer: Passt auf euch auf und zermalmt die Gottlosen, wo sie sind!



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SERIE: HELDEN DER BIBEL

>>Teil 2: "Zermalme die Gottlosen" (Hiob)
Teil 3: "Big Fish" (Jona)


24. Juni 2010

FLACH-MIXA (oder: Der ewige Bischof)

Walter Mixa, der ehemalige Bischof von Augsburg, trat vor ein paar Wochen zurück - nach Anschuldigungen, er hätte Kinder geschlagen und missbraucht  und eine Menge Geld veruntreut
Alles gelogen, meinte er.
"Ein paar Watschn", meinte er sehr viel später, als sehr konkrete Anschuldigungen öffentlich wurden, das war ja normal zu der Zeit.
Das war 1990, also noch ganz nah dran an den Fünfzigern...


Mixa trat zurück, aber nicht lange.
Nach einem Aufenthalt in einer Klinik kehrte er in seine Amtswohnung zurück. Plötzlich war das nicht mehr so ernst gemeint mit dem Rücktritt, er sei ja praktisch gezwungen worden. Als auch das nicht geklappt hat, schrieb Walter Mixa gestern einen Brief an die Gläubigen.
Und da der öffentlich ist (bistum-augsburg.de), hab ich den mal gelesen, auch wenn er nicht an mich adressiert ist.

Schauen wir doch mal, was der Mann schreibt, der, wie wir gleich lesen können, für immer Bischof sein wird. Ein Stellvertreter Christi auf Erden. Hervorhebungen und Kommentare (in Klammern) von mir.


"Brief von Bischof em. Mixa an die Gläubigen
Bitte um Versöhnung und Verzeihung
Dr. Walter Mixa
Bischof emeritus von Augsburg, 23. Juni 2010


Bitte um Versöhnung und neuen Zusammenhalt der Gläubigen in der Diözese Augsburg des emeritierten Katholischen Diözesan- und Militärbischofs Dr. Walter Mixa

Während der vergangenen Monate ist sehr viel in den Medien über die Verhältnisse in der Diözese Augsburg, auch über meine Person, geschrieben und gesagt worden. In vielfältiger Hinsicht waren die Berichte in dieser oder jener Richtung tendenziös.


(Diese verdammten Katholiken hassenden liberalen Medien haben es gewagt, über gewaltige Vorwürfe zu schreiben und ihn dabei auch noch schlecht aussehen lassen! Hetzkampagne!)


Über diese vergangenen Berichte will ich jetzt nicht sprechen, da sie weitgehend bekannt sind. Mir geht es mit meinem jetzigen Zeugnis nicht nur um eine Klarstellung, sondern darum, auch eine Versöhnung zu erbitten und alle dazu einzuladen.



(Nicht nur? Aber auch? Was stellt er denn klar? Ein Gerücht über angeblichen Kindesmissbrauch hatte sich als unwahr herausgestellt. Aber dass er Kinder geohrfeigt hat, gab er selbst zu - es gibt jedoch mehrere glaubhafte Zeugen für weit drastischere Prügel.

Dazu ein kleiner Exkurs - in die Bibel. Denn die darf nicht fehlen in einem Beitrag über eine Kirche, die ihren Machtanspruch auf diesem Buch begründet.

"13 Laß nicht ab den Knaben zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute haust, so wird man ihn nicht töten.
14 Du haust ihn mit der Rute; aber du errettest seine Seele vom Tode."
(Sprüche 23:13-14)


"15 Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht wird sie fern von ihm treiben."

(Sprüche 22:15)



"24 Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald."

(Sprüche 13:24)


"18 Züchtige deinen Sohn, solange Hoffnung da ist; aber laß deine Seele nicht bewegt werden, ihn zu töten."

(Sprüche 19:18)

)



14 Jahre lang bin ich sehr gern Diözesanbischof sowohl in Eichstätt als auch in Augsburg gewesen und habe meine bischöflichen Dienste mit großer Bereitschaft und Liebe getan. Ebenso war ich in der Militärseelsorge mit unseren Soldaten in den verschiedenen Situationen immer gut verbunden und habe versucht, ihre Sorgen und Anliegen mitzutragen und auch den nötigen Trost zu geben.


(Dafür, dass er Militärbischof war, bezog er ein Teil seines Gehalts,  etwa 55.000 Euro im Jahr, übrigens von den bayrischen Steuerzahlern.)



Wie allgemein bekannt, bin ich durch die widrigen Umstände, die sich wegen der Mißhandlungsfälle in verschiedenen Internaten und Häusern ergeben haben, auch ins Gespräch gekommen. 20 Jahre hatte ich als Stadtpfarrer von Schrobenhausen eine Mitverantwortung für das dortige Kinder- und Jugendheim.


In den vielen Jahren meines Dienstes habe ich immer versucht, den richtigen Weg einzuschlagen und mich bemüht, die Erwartungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu erfüllen. Ich will keineswegs verschweigen, dass mir nicht immer alle diese Vorsätze in der rechten Weise gelungen sind. Ich habe sicher auch viele Fehler gemacht, obwohl ich niemanden in irgendeiner Weise verletzen oder beschädigen wollte.

(Ist das die schonungslose Klarstellung? Ich hab Fehler gemacht, wollt aber niemandem was Böses. Na dann...)


Es soll aber nicht irgendeine Beschönigung ausgesprochen werden,
(zu spät) sondern ich bitte nicht nur um Entschuldigung, sondern vor allem um Verzeihung für alles, was ich nicht recht gemacht habe und vor allen Dingen um Verzeihung bei all den Menschen, die ich nicht in der rechten Weise behandelt habe, deren Erwartungen ich nicht erfüllt habe und die ich enttäuscht habe. Dies tut mir von ganzem Herzen leid. Ein großer Trost ist für mich, daß in der Botschaft Jesu immer wieder die Rede ist von der Barmherzigkeit, die Gott uns in der Liebe Jesu schenkt. Damit will ich sagen: ich bin in vieler Hinsicht schuldig geworden und bitte alle, die ich enttäuscht habe, nochmals nicht nur um Verständnis, sondern auch um Verzeihung.


Wegen der sich zusammenbrauenden Berichte in der unterschiedlichsten Weise sah ich mich in einer sehr schmerzlichen Situation veranlaßt, sehr schweren Herzens dem Papst meinen bischöflichen Dienst anzubieten, die sogenannte Resignation auf das Amt des Diözesanbischofs auszusprechen.

Für mich ist es jetzt von einer ganz großen Bedeutung, daß in unserer Diözese gegenseitige Streitereien und gegenseitige schwerwiegende Vorwürfe abgebaut werden (also Klartext: Gras drüber. Wieso über Kleinigkeiten streiten?) und daß wir alle zu einem guten Einverständnis und zum Frieden in der Gemeinschaft der Kirche finden.
Der Heilige Vater hat mir in seinem sehr liebevollen Brief geschrieben, daß ich nach meinem Rücktritt von meinem Bischofsamt in Augsburg immer Bischof bleibe und daß ich die geistlichen Dienste wie die Feier der Eucharistie, die Spendung der Sakramente, auch der Firmung, wahrnehmen sollte und in unterschiedlicher Weise auch geistlich für viele Menschen da sein kann.

(Herzlichen Glückwunsch, liebe Katholiken. Den werdet ihr nicht los.)



Gleichzeitig sage ich allen unseren Priestern, Diakonen, hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre verantwortungsvollen Dienste ein aufrichtiges Vergelt´s Gott!


Wichtig ist für mich jetzt vor allen Dingen, daß wir uns alle durch Taufe und Firmung als Gemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche verstehen, daß wir füreinander eintreten, aber auch füreinander beten und besonders auch mit Überzeugung die Eucharistie als Zeichen der Einheit feiern. Mit diesem Wunsch bitte ich alle in der Diözese nochmals um Verzeihung für das, was ich nicht richtig gemacht habe und bitte gleichzeitig um die Bereitschaft zur gegenseitigen Versöhnung und auch wieder zu gegenseitigem Vertrauen. Das ist mein ganz großer Wunsch, und ich hoffe und bete darum, daß uns dies in der kommenden Zeit mit dem Segen Gottes, mit der Fürsprache der Gottesmutter, nicht zuletzt auch durch das Beispiel der Heiligen gelingen möge.

(Mit den vereinigten Kräften von Gott, seiner Mutter und den bei den Katholiken hochverehrten Heiligen auf unserer Seite - Moment mal, war da nicht irgendwas mit Monotheismus?..)



Mit ganz herzlichen Versöhnungs- und Segensbitten bin ich


+ Walter Mixa




(
Mit Verwunderung und Belustigung bin ich
+ Mario
)

21. Mai 2010

WIE JETZT?! (Widersprüche in der Bibel Teil 3)


YES, HE CAN'T

Wenn man sich wie ich als Heide den HERRN zum Feind macht, wäre es gut zu wissen, was dieser Gott so alles kann.
Alles! Sagt die Bibel einerseits:

"37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich."

(Lukas 1:37)



Anderseits...

"19 Und der HERR war mit Juda, daß er das Gebirge einnahm; denn er konnte die Einwohner im Grunde nicht vertreiben, darum daß sie eiserne Wagen hatten."

(Richter 1:19)


Gott konnte sie nicht vertreiben, weil sie eiserne Wagen hatten?..
Eiserne Wagen scheinen Gottes Kryptonit zu sein.  Wenn eiserne Wagen ihm schon Angst machen, kann man ihn wahrscheinlich mit einer Atombombe oder so direkt töten.
Plötzlich erscheint der Allmächtige doch nicht mehr so allmächtig. Zumal er noch etwas nicht kann:

"18 denn es ist unmöglich, daß Gott lüge" (Hebräer 6:18)


Der HERR kann also nicht lügen - was in Verhandlungen von Nachteil für ihn sein könnte. Behauptet er zumindest von sich selbst in seinem Buch. Und daher muss es ja stimmen, denn Gott kann ja unmöglich lügen!



GOTT=LIEBE?

Aber sollte man Gott wirklich als Feind betrachten?

"8 Wer nicht liebhat, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe."

(1. Johannes 4:8)


Gott ist Liebe? Klingt doch eigentlich ganz dufte.
Allerdings...

"1 So spricht der HERR zu seinem Gesalbten [...]
7 der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe das Übel. Ich bin der HERR, der solches alles tut."

(Jesajah 45:7)


"6 Ist auch ein Unglück in der Stadt, daß der HERR nicht tue?"

(Amos 3:6)



Dieser Übel schaffende HERR, der solches alles tut, ist das derselbe Gott wie der Gott, der Liebe ist? Liebe ist der Schöpfer von allem, inklusive Teufel, Tornados und Krebserkrankungen?

"33 Siehe, solches Übel kommt von dem HERRN! was soll ich mehr von dem HERRN erwarten?"

(2. Könige 6:33)




EWIG IST EIN DEHNBARER BEGRIFF

Wenn Gott also Übles tut und stinkewütend wird, regt der sich auch mal wieder ab?
Auch darüber ist sich die Bibel uneinig.

"18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erläßt die Missetat den übrigen seines Erbteils, der seinen Zorn nicht ewiglich behält! denn er ist barmherzig."

(Micha 7:18)


Schlagen wir doch mal im neuen Testament nach und schauen, was Jesus dazu sagt.

"44 Da werden sie ihm antworten und sagen: HERR, wann haben wir dich gesehen hungrig oder durstig oder als einen Gast oder nackt oder krank oder gefangen und haben dir nicht gedient? 


45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
46
Und sie werden in die ewige Pein gehen"

(Matthäus 25:44-46)



Was könnte barmherziger sein, als jemandem ewige Pein zu bereiten?
Alles?



OH HO HO, IT'S MAGIC

"6 Des HERRN Schwert ist voll Blut und dick von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, von der Nieren Fett aus den Widdern; denn der HERR hält ein Schlachten zu Bozra und ein großes Würgen im Lande Edom.
7
Da werden die Einhörner samt ihnen herunter müssen und die Farren samt den gemästeten Ochsen"

(Jesaja 34:6-7)


Das Zitat fällt ein wenig aus der Reihe, da es keinen Widerspruch dazu gibt. Nun ja, zum ersten Teil schon (wir erinnern uns: "Gott ist Liebe"), doch es steht nirgens in der Bibel geschrieben, dass es keine Einhörner gibt.
Ich wollts nur mal so erwähnen.

Laut Bibel gibt es: Einhörner, Riesen, Dämonen, sprechende Esel, sprechende Schlangen, Hexen, Zombies und Menschen, die in Fischen wohnen.
Schwer zu glauben...





WIDERSPRÜCHE IN DER BIBEL

Teil 1: JA; NEIN; VIELLEICHT
Teil 2:  SO/SO
>>Teil 3: WIE JETZT?!
Teil 4: JEIN
Teil 5: DU SOLLST NICHT... ODER DOCH?